CEO, 58, Familienunternehmen nach Generationswechsel
Ausgangslage: Geschäftsführender Gesellschafter eines technischen Mittelstands, ca. 800 Mitarbeitende. Nach 14 Jahren in der Rolle übernimmt die nächste Generation operativ — der bisherige CEO wechselt in den Beirat, will aber operativ weiterarbeiten. Eine Konstellation, die nach außen geräuschlos aussieht und nach innen einen tiefen Bruch bedeutet.
Diagnose: Der Mandant hatte sich nie aktiv am Markt bewegt. Kein LinkedIn-Profil, keine Headhunter-Kontakte, kein strukturierter Marktüberblick. Die eigene Marke war im Unternehmen aufgegangen — und damit für Außenstehende unsichtbar. Hinzu kam eine emotionale Doppelbelastung: das eigene Lebenswerk loslassen und gleichzeitig nach vorn verkaufen.
Vorgehen: Aufbau eines Profils von Null. Erarbeitung der eigenen unternehmerischen Wirkungsgeschichte in einer Sprache, die für PE-Investoren und Aufsichtsräte lesbar war — nicht für die Branchenkollegen, die ihn bereits kannten. Gezielte Positionierung als „Operating Partner / Beirat / Interim-CEO" für mittelständische Industrieunternehmen mit Strukturthemen. Selektive Direktansprache von 25 PE-Häusern mit Mittelstandsfokus.
Ergebnis: Zwei parallele Mandate nach 5 Monaten — ein Beirat in einem PE-Portfolio, ein Interim-Mandat als CEO eines Sanierungsfalls. Höhere Gesamtvergütung als in der vorherigen Rolle, bei deutlich freierer Zeiteinteilung.
Was den Unterschied gemacht hat: Die Bereitschaft, das eigene Profil neu zu denken — nicht als ehemaliger CEO, sondern als verfügbare unternehmerische Ressource für genau definierte Situationen.

