CFO, 54, nach Eigentümerwechsel im PE-Portfolio

Ausgangslage: Langjähriger CFO eines mittelständischen Industrieunternehmens, freigestellt nach Verkauf an einen neuen PE-Investor. Klassische Konstellation: nicht das eigene Versagen, sondern eine neue Eigentümerlogik, die ein anderes Führungsteam wollte. Erstes Briefing zwei Wochen nach der Trennung — der Mandant hatte bereits 40 Bewerbungen verschickt, davon 38 ohne Antwort.

Diagnose: Der CV las sich rückwärtsgewandt. Funktionsbeschreibungen statt Wirkungsnachweise. Ansprache erfolgte breit, nicht segmentiert. Headhunter-Kontakte waren historisch gewachsen, aber nicht systematisch aktiviert. Der verdeckte Markt war faktisch unbearbeitet.

Vorgehen: Vollständige Neujustierung des Profils auf zwei Zielsegmente — PE-Portfolio-CFO und Familienunternehmen mit Restrukturierungsbedarf. Direktansprache von 60 Entscheidern in beiden Segmenten. Gezielte Reaktivierung von neun strategisch relevanten Headhuntern.

Ergebnis: Drei parallele Endrundengespräche nach 14 Wochen. Vertragsunterzeichnung in Monat 4,5 — als CFO eines internationalen Mittelstands-PE-Portfolios. Gehaltsniveau über der vorherigen Position.

Was den Unterschied gemacht hat: Nicht mehr Aktivität, sondern andere Aktivität. Der Mandant hat seine eigene Marktbearbeitung ab Woche 3 als „erstmals strukturiert" beschrieben.